VISIR, 3. Befragung

visir

Understand, network, mainstream ICT for learning in Europe

VISIR, 3. Befragung

Welche Faktoren können Veränderungen in Richtung
innovationsfreundlicher Bildungssysteme 
unter Berücksichtigung
von “Grassroot”-Innovationen 
befördern oder hemmen? 

Zusammenfassung – Die zentralen Ergebnisse

Bei der 3. Befragung wurde den Teilnehmern als Erstes die Frage nach ihrer Position als Innovationsträger gestellt. Die Antworten darauf bilden einen wertvollen Teil der Untersuchungsergebnisse. Sicherlich wurde mit der Befragung eine Gruppe von Leuten adressiert, die eine effektive Methode, Erfahrungswerte und vielfältige Motivationen in ihrer Tätigkeit im Bereich der Bildungsinnovation mitbringen. Zudem weisen die Befragten ein hohes Engagement und fundierte Kenntnisse des Bildungssektors auf. Die Einstellung und persönliche Motivation von Lehrern, sich für Innovationen einzusetzen, kann als ausschlaggebender Grund betrachtet werden, wieso eben diese sich selbst als “innovativ” betrachten. Eine Ausrichtung auf Serviceleistungen innerhalb der Bildungsinstitutionen ist auch ein Faktor, der Innovationen befördert. Innovation wird häufig als ein Prozess verstanden: Dazu gehören Theorie und Praxis, sowie das Austesten, Einführen und Auswerten der Anwendungen aus der Informations- und Kommunikationstechnik (ICT). Einige Befragte erwähnten, dass sie die neuen (technischen) Methoden in ihrer Arbeit nicht nur einsetzen, sondern darüber hinaus in diesem Bereich weiter forschen und experimentieren. Dabei analysieren sie die Ergebnisse von nicht-konventionellen Lernmethoden. Innovation wird als wichtiges Mittel dargestellt, um Schüler zu motivieren, ihre Lernerfahrungen zu verbessern und ihr gesamtes Potential auszuschöpfen. 

Das größte Hindernis ist anscheinend die Kompetenz von Lehrern und Ausbildern. Zudem gehören der  Mangel an Methodik, Zeitmangel und mangelnde finanzielle Mittel zur Weiterentwicklung der Lerninhalte zu den Hürden, die bei der Befragung hervorgehoben wurden. Die Teilnehmer betonten auch die Notwendigkeit von Management bei den Veränderungsprozessen in diesem Bereich. Dies hängt wiederum mit dem ebenfalls erwähnten Problem zusammen, dass es auf Führungsebene der Institutionen zu wenig Offenheit und Bewusstsein für die Notwendigkeit von Innovationen gibt und es sowohl an moralischer wie auch finanzieller Unterstützung fehlt. Die “Kultur der Schuldzuweisung” und die Haltung der Risikovermeidung hängen stark mit der mangelnden Motivation zusammen. Es gibt einen eindeutigen Nachweisbedarf über den Nutzen dieser Methoden. Der Forschung kommt dabei eine wichtige Rolle zu. 

Die wichtigsten Voraussetzungen der ICT-unterstützten Innovation im Bildungssektor sind offensichtlich eine zunehmende Anerkennung und Implementierung dieser Innovationen. Ebenso entscheidend sind entsprechende Finanzierungs- und Entwicklungsprogramme für innovative Projekte. Wichtig ist auch die Flexibilität in den Lehr- und Stundenplänen an Schulen. Daneben werden zunehmend Nachweise verlangt, die die Effektivität der ICT-Nutzung im Bildungssektor belegen. Die Rolle der institutionellen Leitung ist ein ausschlaggebender Faktor bei Innovationen. Es besteht eindeutig der Bedarf nach einer festen pädagogischen Überzeugung und ICT-Strategie, die von den Entscheidungsträgern vermittelt wird. Eine aufgeschlossene und flexible Organisationskultur stellt die optimale Bedingung für die Innovatoren dar. Weithin wird der hohe Stellenwert der Forschung betont. 

Es zeigte sich eindeutig eine Folgerichtigkeit zwischen den Aussagen, die die Befragten über die Hindernisse und Grundvoraussetzungen für Innovationen trafen. Die Notwendigkeit der Schulung aller Akteure auf allen Ebenen wird betont, um sie darauf vorzubereiten, innovative Methoden und Techniken einzusetzen. Es kommt dabei nicht nur darauf an, wie man diese Methoden und Techniken einsetzen kann, sondern auch zu welchem Zweck man sie einsetzt. 

Unter den positiven Beispielen wurden die Entwicklungsressourcen für innovative Lehrer und die Förderung von Netzwerken unter Innovationsträgern an erste Stelle gesetzt. Institutionelle Anerkennung, Respekt vor der Innovationskraft und Aufstiegschancen für die innovativen Lehrer, wodurch erfolgreiche Projekte honoriert werden, wurden als wichtig befunden. Es ist ein entscheidender Motivationsfaktor, wenn Lehrer den neu gewonnenen Wert sehen können und ihre eigene Verantwortung dabei wahrnehmen. Zudem wurde hervorgehoben, wie wichtig es sei, Wissen weiterzugeben und Netzwerke aufzubauen. Den Innovatoren sollten ausreichend Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, um Netzwerke aufbauen, sich über ihre Praktiken austauschen und die Prozesse fördern zu können, die Innovationen beschleunigen. Die Beteiligung von Interessensvertretern wurde auch thematisiert, indem Ideen innerhalb öffentlich-gemeinnütziger oder öffentlich-gemeinnützig-privater Partnerschaften ausgetauscht und gemeinsam entwickelt werden. 

Lesen Sie den vollständigen Bericht hier (auf Englisch) 

 

Dieses Projekt wird finanziert mit Unterstützung der Europäischen Kommission. Diese Veröffentlichung gibt nur die Anschichten der Autoren wieder und die Kommission kann nicht für jegliche Nutzung verantwortlich gemacht werden, die sich aus den hier enthaltenen Informationen ergibt. 

Weitere Informationen unter: visir-network.eu

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